Anknüpfend an neuere Reformüberlegungen der EU-Kommission in Bezug auf die Struktur- und Beschäftigungspolitik, die darauf abzielen, mit der neuen Leitorientierungen die bisher unzureichende Berücksichtigung geschlechterpolitischer Belange abzustellen, stellt sich das Forschungsvorhaben die Aufgabe zu prüfen, inwieweit und mit welchen Folgen der innovative Ansatz des "gender mainstreaming" in die Struktur- und Beschäftigungspolitiken der europäischen Länder (Jahre 1999 bis 2001) integriert wird. In die Untersuchung einbezogen werden die großen EU Länder (England, Frankreich, Deutschland, Italien) und Dänemark und die Niederlande als Länder, die in der gegenwärtigen beschäftigungspolitischen Debatte oft als beispielhaft angeführt werden. Zugrunde liegt die These, dass die in Amsterdam und Luxemburg (1997) beschlossene europaweite Wachstums- und Beschäftigungsoffensive - obwohl sie die Förderung der Chancengleichheit ausdrücklich zum Thema erhebt - auf ihre geschlechtsspezifischen Wirkungen wenig durchdacht worden ist. Ausgelotet werden soll im einzelnen die empfohlenen Strategien der flexibleren Organisation der Arbeit und der Lohnflexibilität auf die (Un)Gleichstellung der Geschlechter