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Forschungsprojekte zum Gender Mainstreaming

Entwicklungsprojekt Mittelasien
ProjektleiterIn Noack, Prof. Dr. Winfried
Forschungsgebiete
Projektlaufzeit 01. Januar 2000 -
01. Januar 2005
Forschungsregion / -land Deutschland
Bundesland
Beschreibung
Das Entwicklungsprojekt Mittelasien entstand durch mehrere Forschungs- und Ausbildungsreisen und die Gründung eines Gemeindeaufbauinstituts in Bischkek, gemeinsam mit Rubin Ott, dem dortigen Leiter. Es umfasst in erster Linie Kirgisien und darüber hinaus Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.
Die verschiedenen Elemente des Projektes sind:

Nachbarschaftskreise.
Nachdem die Kollektivgemeinschaft des Sozialismus zusammengebrochen ist, vereinzeln sich auch in den Nachfolgestaaten der SU die Menschen immer mehr. Darum haben wir eine Bewegung der Nachbarschaftskreise initiiert, die immer weitere Regionen erfasst. Sie ermöglichen Gemeinschaft und Freundschaft, vermitteln Lebenssinn und geben Hilfen bei sozialen Problemen und in Alltagsnöten.
Teestuben.
Sie umfassen verschiedene Altersstufen und Nationalitäten. In der Teestube in Tokmak besuchten auch einige Lehrerinnen die Teestube und fanden zum christlichen Glauben.
Schule Tokmak.
Diese Lehrerinnen gründeten eine Schule, die durch das Ministerium unterstützt wurde. Zur Finanzierung wurden ein Handwerksbetrieb und eine Landwirtschaft aufgebaut. Diese Schule besuchen auch viele moslemische Schüler, weil die Eltern für ihre Kinder eine christliche Werteorientierung wünschen. Es ist geplant, an die Schule eine Realschule und eine Berufsschule anzugliedern.
Kulturzentrum Kara-Balta.
Weil die Kulturarbeit nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems in Mittelasien rückläufig ist, haben wir ein soziokulturelles Projekt in Kara-Balta unterstützt. Das Konzept sieht eine soziokulturelle Verwurzelung der Kultur in der Alltagswelt vor. Dementsprechend sind die Angebote vielfältig: Gymnastikgruppe und Seminare für gesunde Lebensführung; Englischunterricht; alltagsweltliche Angebote; qualifizierte Ausbildung für Massage, damit die vorwiegend weiblichen Teilnehmer Arbeit finden können.
Kinderzentren.
In der Hauptstadt Bischkek wurden dr ei Kinderzentren gegründet (Vorschulen). Verbunden damit ist die Elternarbeit (Elternberatung, Seminare für Gesundheit, Ehe, Erziehung usw.) und eine Unterstützung für alleinerziehende Mütter.
Gehörlosenarbeit.
Weil in diesen Ländern Gehörlose immer noch randständig sind, haben wir die Gehörlosenarbeit unterstützt. Die Gehörlosen fanden sich in Nachbarschaftskreisen zusammen, um soziale Probleme zu lösen und sich für einen gesunden und sinnvollen Lebensstil zu bilden. Es gibt inzwischen eine Taubstummengemeinde mit 58 Mitgliedern.
Frauenarbeit.
In all diesen Projekten sind vorwiegend Frauen tätig. Sie finden hierdurch Arbeit und Lebenssinn; und überdies bilden sie weitere Frauen aus.
Identifikatorische Arbeit mit Moslems.
Weil in den Moslemschulen der Koran vorwiegend auswendig gelernt wird, wünschen aufgeklärte Moslems ein exegetisches Verständnis des Korans. Wir haben darum dazu beigetragen, ein christlich-moslemisches Zentrum zu initiieren. Es ist wie eine Moschee gebaut und eingerichtet und erlaubt, dass Moslems ihre Kultur bewahren und zugleich Christen werden können. An dieses Zentrum sind christliche Gottesdienste in moslemischer Kultur, eine Kindervorschule, Sprachunterricht und Computerunterricht angeschlossen.

Für das Projekt Mittelasien teilfinanzieren wir zur Zeit 22 Projektleiter(innen) aus Drittmitteln. Es baut sich seit etwa 7 Jahren auf und wächst weiter. Erforscht wird die interkulturelle Arbeit der Teilprojekte 1-7. Aus der Hinterlassenschaft der Sowjetunion sind auch die mittelasiatischen Staaten Vielvölkerstaaten. Darum ist eine interkulturelle Arbeit äußerst wichtig. Das Teilprojekt 8, die identifikatorische Moslemarbeit, kann ein Modell werden für die Arbeit in anderen moslemischen Staaten.
weitere Informationen (zum Download)  
Kontakt
AnsprechpartnerIn Noack, Prof. Dr. Winfried
Institution Theologische Hochschule Friedensau
Straße/Nr. An der Ihle 5 A
Anschrift Zusatz Fachbereich Christliches Sozialwesen, Institut für Integrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit
PLZ / Ort 39291 Friedensau
Telefon +49 (0)3921 91-6139
Telefax +49 +49
eMail winfried.noack@thh-friedensau.de
Internet-Adresse

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