| Auch Männer haben ein Vereinbarkeitsproblem. Ansätze zur Unterstützung familienorientierter Männer auf betrieblicher Ebene. | |
| ProjektleiterIn | Döge, Dr. Peter |
| Forschungsgebiete | |
| Projektlaufzeit | 00. 0000 - 00. 0000 |
| Forschungsregion / -land | Deutschland |
| Bundesland | |
| Beschreibung | |
| "Bei ihrer Gründung hat sich die Gewerkschaft ver.di als eine der ersten großen außerstaatlichen Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland satzungsgemäß auf die Umsetzung des Gender Mainstreaming-Prinzips in allen Handlungsbereichen verständigt. Das bedeudet, dass das Ziel der Chancengleichheit von Frauen und Männern als Querschnittsaufgabe umgesetzt werden soll. Die geschlechterpolitische Innovation des Gender Mainstreaming-Konzepts liegt dabei darin, dass es nicht ausschließlich auf die Genusgruppe der Frauen - deren Homogenität von der Geschlechterforschung seit Jahren mehr und mehr in Frage gestellt wird - zielt, sondern auf Reorganisation des Geschlechterverhältnisses in seiner Gesamtheit. Damit werden quasi automatisch auch Männer zu Zielgruppen geschlechterpolitischer Maßnahmen, Männer werden aber auch zu Akteuren von Geschlechterpolitik. Hintergrund dieses Gedankens bilden insbesondere Erfahrungen aus der Geschlechterpolitik in den skandinavischen Staaten und vor allem aus Schweden, das von Anbeginn Männer mit in die Formulierung der Geschlechterpolitik eingebzogen und spezifische Angebote für Männer zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelte. Vor diesem Hintergrund konzipierte das Berliner Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung e. V. (IAIZ) gemeinsam mit dem Vorstandsbereich Genderpolitik der Gewerkschaft ver.di das Projekt "Auch Männer haben ein Vereinbarkeitsproblem". Dessen zentraler Ausgangspunkt liegt in der Annahme, dass nach wie vor auf betrieblicher Ebene zentrale Blockaden und Hindernisse für eine stärkere Familienorientierung von Männern in der Bundesrepublick Deutschland liegen, dass diese in den Betrieben zudem keine adäquaten Ansprechpersonen finden und nicht adäquat unterstützt werden, um ihren Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchzusetzen. Aus gewerkschaftlicher Sicht werden hier die Betriebs- und Personalräte zu zentralen Akteuren, zumal sie auch durch das Betriebsverfassungsgesetz auf diese Aufgabe hin verpflichtet werden. Angenommen wird im Rahmen des Projekts, dass bei den Perosnalvertretungen jedoch für ein bestehendes Vereinbarkeitsproblem bei Männern noch zu wenig Sensibilität vorhanden ist. Hiervon ausgehend ist die Pilotstudie Teil eines umfassenderen Gesamtprojekts, welches insgesamt folgende Schritte und Teilprojekte umfasst: 1. Analyse des Bedarfs von familienorientierten Männern in unterschiedlichen Organisationen im Sinne einer Gender-Analyse im Rahmen einer qualitativen Studie (Pilotstudie) 2. Sensibilisierung männlicher Betriebs- und Personalräte für das Vereinbarkeitsproblem von Männern durch Entwicklung entsprechender Fort- und Weiterbildungsangebote 3. Aufbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten auf betrieblicher Ebene 4. Entwicklung einer Kampagne für ein anderes Männerbild auf betrieblicher Ebene Die Laufzeit der Pilotstudie, die von der BGAG-Stiftung Walter Hesselbach, dem BMFSFJ, der Hans-Böckler-Stiftung, der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Gewerkschaft ver.di finanziell gefördert wurde, betrug 15 Monate, die Interviews wurden im Herbst 2003 und Frühjahr 2004 durchgeführt." | |
| weitere Informationen (zum Download) | |
| Kontakt | |
| AnsprechpartnerIn | Dr. Peter Döge |
| Institution | Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung e.V. (IAIZ) |
| Straße/Nr. | Postfach 61 02 27 |
| Anschrift Zusatz | |
| PLZ / Ort | 10923 Berlin |
| Telefon | +49 (0) 30 28385717 |
| Telefax | +49 +49 |
| pd@iaiz.de | |
| Internet-Adresse | |
