Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft wurde eine empirische Bestandsaufnahme und Analyse der Ursachen für die Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben durchgeführt. Die situativen Daten zeigen, daß die Chancengleichheit von Männern und Frauen im Erwerbsleben nach wie vor nicht verwirklicht ist, d.h. offensichtlich Barrieren rechtlicher, organisatorischer, ökonomischer, aber auch psychologischer Natur bestehen, die es zu überwinden gilt. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die Überwindung der traditionellen Arbeitsteilung in den Familien, die Frauen die Haushalts- und Familienarbeit zuweist, nicht zuletzt deshalb ein schwer zu überwindendes Hindernis auf dem Weg zu einer chancengleichen Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben darstellt, weil eine Reihe institutioneller Rahmenbedingungen (z.B. Sozialversicherungssystem, Steuersystem, Kinderbetreuungsmöglichkeiten etc.) durch dieses traditionelle Familienmodell geprägt sind und dieses immer generieren.