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Gender Mainstreaming als Prozess - Voraussetzungen für den Erfolg

Gender Mainstreaming ist ein neues Konzept, das mehr als nur Methode ist, da es gleichstellungspolitische Fragestellungen in alle Planungs- und Entscheidungsprozesse integriert. Damit wird Gleichstellungspolitik aus der Ressortzugewiesenheit von Frauenförderpolitik gelöst und zum Auftrag an die Führungsebene und an alle Akteurinnen und Akteure in diesen Prozessen.

Erfolgreiches Gender Mainstreaming kann nur dann gelingen, wenn es als Bestandteil von Veränderungsprozessen in Organisationen umgesetzt und selbst als Organisations- und Veränderungsprozess gestaltet wird.

Der Gender Mainstreaming-Prozess vollzieht sich nach den gleichen Grundsätzen, nach denen sich die Gestaltung von (Entscheidungs-)Prozessen in modernen Organisationen generell vollzieht hinsichtlich der:

  • Analyse der Ausgangssituationen und Ermittlung des Handlungsbedarfes
  • Zielbestimmung und Abschätzung der zu erreichenden Wirkungen,
  • Durchführung
  • Kontrolle und
  • der Evaluierung

Der Gender Mainstreaming-Prozess berücksichtigt hierbei, dass unterschiedliche Merkmale der Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern unterschiedliche Wirkungen auf Frauen und Männer durch Entscheidungen nach sich ziehen – geschlechtsneutrale Entscheidungen erzeugen also - ob gewollt oder ungewollt - geschlechtspezifische Wirkungen. (Diese dann zu beseitigen bedarf in der Folge dann wieder zusätzlicher Entscheidungen und Ressourcen.)

Die Umsetzung von Gender Mainstreaming fördert damit:

  • die Effektivität und die Effizienz von Organisations-, von Verwaltungshandeln und
  • wird somit zum Qualitätsmerkmal.

Gleichzeitig wird das Ziel demokratischen Grundverständnisses – nämlich die Gleichstellung aller Mitglieder der Gesellschaft, Frauen und Männern, zu garantieren – nachhaltig erreicht.


Um Gender Mainstreaming als Prozess führen zu können, bedarf es grundsätzlicher Voraussetzungen, die den Erfolg garantieren.

Lesen Sie dazu mehr auf dieser Web-Site unter der Rubrik Gender Mainstreaming "Gleichstellung von Frauen und Männern mit Gender Mainstreaming erfolgreich gestalten".


Die Phasen des Gender Mainstreaming –Prozesses lassen sich wie folgt beschreiben:

      

Phase 1:

Sensibilisierung und Konkretisierung des Handlungsbedarfes

Phase 2:

      

Planung und Konzept

Phase 3:

      

Durchführung, Prozessmanagement, Monitoring und Evaluation

Phase 4:

      

Auswertung, Berichte, Transfer der Ergebnisse, ggf. neue Ziele

Der Gender Mainstreaming -Prozessverlauf wird hier bildlich dargestellt.


Das G/I/S/A folgt bei der Implementation grundsätzlich einem Gender Mainstreaming-Leitprinzip, welches folgende 4 Schritte (basiert auf GEM Österreich) umfasst:

  1. Analyse der Ausgangslage
    - Geschlechtsspezifische Fragestellungen und Ungleichheiten wahrnehmen und analysieren.
  2. Zielformulierung
    - Konkrete und überprüfbare Gleichstellungsziele formulieren (bezogen auf Programme, Projekte und die Organisation)
  3. Umsetzungsstrategie
    -
    Zugangs- und Teilhabechancen sicherstellen (Akquisition, und Gestaltung,...)
    - Geschlechtsspezifische Wirkungen planen und bewerten
  4. Evaluierung
    -
    Indikatoren und Daten geschlechtsspezifisch ausweisen
    - Beitrag zur Erreichung der Gleichstellungsziele betrachten.

hier die ausführliche Darstellung

Diesem Leitprinzip wird grundsätzlich gefolgt, wobei die dahinter liegenden Fragestellungen dahingehend modifiziert werden, ob es sich um die Umsetzung von Gender Mainstreaming als Organsationsprinzip oder in Programmen und Projekten handelt.

 

Letzte Änderung:  15. Januar 2009, 13:58:34 Uhr
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