Fachtagung
„Handeln braucht Wissen - Forschung als Grundlage geschlechtergerechter Politik"
- Daten und Erkenntnisse für die Praxis -
22.11.2006, ab 17:00 (Podiumsgespräch)
23.11.2006, 10:00 - 16:30 (Fachtagung)
in Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Gemeinsame Fachtagung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt und des G/I/S/A, Gender-Institut Sachsen-Anhalt

Gender Mainstreaming ist inzwischen zum festen Bestandteil des Verwaltungshandelns geworden. Die unterschiedlichen Auswirkungen von Gesetzen, Verordnungen oder Maßnahmen der Landesregierung auf Frauen und Männer, auf Mädchen und Jungen werden zunehmend regelmäßiger hinterfragt, um geplante Maßnahmen darauf auszurichten, beiden Geschlechtern gerecht zu werden und damit im Regelungsbereich Gleichstellung und Chancengleichheit mit zu verwirklichen.
Nicht immer liegen bereits Erkenntnisse über die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Geschlechter unmittelbar auf der Hand. Notwendig ist die Recherche geschlechter-differenzierten Datenmaterials sowie von Forschungsergebnissen. Längst nicht zu allen Sachfragen liegen bereits geschlechterdifferenzierte Erkenntnisse vor, so dass vor einer endgültigen Planung einer Maßnahme der Landesregierung zunächst Fragen der unterschiedlichen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf die Geschlechter erforscht werden müssen.
Die Landesregierung hat dem Gender-Institut Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren im Vorfeld wichtiger landespolitischer Entscheidungen den Auftrag gegeben, den Einfluss des Merkmals Geschlecht in verschiedenen Regelungsbereichen näher zu untersuchen. Es liegen nun Ergebnisse und Erkenntnisse zu derzeit hochaktuellen Sachfragen vor, z.B. zu den Themen Familie und demografischer Wandel, Arbeitsmarkt sowie Schulversagen und zu vielen Fragen der Lebensgestaltung der in Sachsen-Anhalt lebenden Menschen. Die wiederum teilweise überraschenden Ergebnisse dieser Studien wurden auf der Tagung vorgestellt.
Die Forschungsergebnisse zur Lebensituation von Frauen und Männern in Sachsen-Anhalt können Sie bereits im Informationssystem Gender Mainstreaming recherchieren. Demnächst werden diese auch im dritten Gender-Report des G/I/S/A veröffentlicht.
Gleichzeitig bot die Fachtagung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Forum, gemeinsam mit Expertinnen und Experten an Hand dieser vorgestellten und anderen Forschungsergebnisse die Anforderungen an eine praxisorientierte geschlechtersensible und geschlechterdifferenzierte Forschung sowie darüber zu beraten, wie geschlechterdifferenzierte Erkenntnisse gewonnen werden und wie sich das Wissen über unterschiedliche Betroffenheit von Männern und Frauen positiv auf effektives und zielgenaues Verwaltungshandeln auswirken kann.
Am Vorabend der Fachtagung, am 22.11.2006, waren die Teilnehmenden eingeladen, vor dem Hintergrund europäischer Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Gleichstellungspolitik die Ergebnisse und Perspektiven von Gender Mainstreaming gemeinsam mit Landespolitikerinnen und -politikern zu diskutieren. Gleichzeitig begingen wir gemeinsam unser 5-jährige G/I/S/A-Jubiläum.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Akteuren und Akteurinnen sowie bei allen Helfern und Helferinnen, die unserer gemeinsamen Fachtagung zum Erfolg verhalfen.
Besonders bedanken wir uns bei der Ministerin für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Dr. Gerlinde Kuppe für ihre Grußworte an die Tagung.
Mehr zur Podiums-Veranstaltung mit Politikerinnen/Politikern am 22.11.06 erfahren Sie hier
Über den Verlauf der Fachtagung am 23.11.06, die Vorträge sowie die Gesprächskreise können Sie sich hier informieren.
Letzte Änderung: 21. Dezember 2006, 16:16:59 Uhr
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