Gender Mainstreaming-Bildung

Gender-Bildung, die von G/I/S/A konzipiert und angeboten wird hat zum Ziel, das Gender Mainstreaming–Potenzial zu erhöhen. Dabei geht es nicht um allgemeine Fortbildungen zu Geschlechterfragen. Es geht um das Ziel, Gender Mainstreaming-Kompetenz aufzubauen, indem auf der Personenebene sensibilisiert und Wissen und Handlungskompetenz vermittelt wird und zusätzlich auf der Organisationsebene Beratung und Begleitung erfolgt.

 

Grundsätze von Gender Mainstreaming-Bildung

Gender Mainstreaming-Bildung dient zur Entwicklung von Geschlechterbewusstheit sowie zur Vermittlung erforderlicher Kenntnisse über geschlechtsspezifische Differenzen. Neben der Ausprägung von Gender-Sensibilität als Voraussetzung für ein qualifiziertes Beurteilungsvermögen geschlechtsspezifischer Auswirkungen von Maßnahmen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens besteht das Ziel der Bildung in der Vermittlung von Gender-Kompetenz an verschiedene soziale und gesellschaftliche Gruppen, um so das Prinzip der Geschlechterbewusstheit in Entscheidungs- und Handlungsabläufe zu integrieren. Zu diesem Zweck müssen umfangreiches Faktenwissen, geschlechtspezifische Sachkenntnisse und Handlungskompetenzen vermittelt und ausgeprägt werden, um zu gewährleisten, dass die Strategie des Gender Mainstreaming zu einem Grundanliegen der Demokratie - in der politischen Steuerung sowie im alltäglichen Handeln - wird.

Innerhalb der engen Zusammenarbeit sowie unter Nutzung der Arbeitsergebnisse und Erkenntnisse aus den Bereichen „Gender-Forschung und Information über Gender-Wissen“ sowie Projektarbeit“ im G/I/S/A lassen sich die Schwerpunkte, die im Bereich „Bildung“ realisiert werden, wie folgt charakterisieren.

  1. Um eine zielgenaue und an den objektiven Bildungserfordernissen orientierte Bildungsarbeit innerhalb der Umsetzung des Gender Mainstreaming Ansatzes zu gewährleisten, ist eine Erhebung und Systematisierung des Bedarfes in allen dafür infrage kommenden Bereichen erforderlich.
  2. Der Spezifik des Gender Mainstreaming Ansatzes entsprechend sowie unter Berücksichtigung der besonderen Eigenschaften von Zielgruppen bestehen weitere Aufgaben in der Erstellung von Konzepten und der Durchführung von Projekten zur Gender-Bildung sowie der Entwicklung spezifischer Methoden und Curricula.
    In diesem Kontext werden verschiedene Bausteine der Gender-Bildung entwickelt, erprobt, auf ihre Tragfähigkeit getestet, eingesetzt sowie potentiellen Bildungsanbietern bereitgestellt (u.a. Fortbildungs-/Qualifizierungsmaßnahmen sowie Trainings im Rahmen von ein- und mehrtägigen Bildungs- und Informationsveranstaltungen zum Konzept des Gender Mainstreaming und den gesetzlichen Grundlagen der Frauen- und Gleichstellungspolitik). 
  3. Für potentielle InteressentInnen (Organisationen und Teile von Organisationen, Projekte) koordiniert und organisiert das G/I/S/A Bildungsveranstaltungen zum Gender Mainstreaming Konzept. Durch das G/I/S/A selbst durchgeführte Weiterbildungsveranstaltungen werden insbesondere auch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auch häufig als Auftaktveranstaltungen für weiterführende Bildungsmaßnahmen realisiert.
    Ein externes Gender-Bildungsteam (Frauen und Männer) unterstützt die Entwicklung von Methoden und Instrumenten zur Gender-Bildung und führt mit dem G/I/S/A gemeinsam Bildungsveranstaltungen durch.
  4. Um nationale und europäische Erfahrungen auf dem Gebiet der Gender-Bildung in die Aktivitäten effektiv zu integrieren und die regional gewonnenen Erkenntnisse in einen übergreifenden Bildungskontext einzubinden, ist der Aufbau einer landesweiten und länderübergreifenden Zusammenarbeit mit vergleichbaren Institutionen auf dem Gebiet der Gender-Bildung wichtig.
  5. Dokumente und Informationen zum Gender Mainstreaming – einschließlich der Arbeitsergebnisse des G/I/S/A - werden einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor diesem Hintergrund erfolgt am G/I/S/A die Sammlung und Aufarbeitung von Gender-Materialien, Informationen, Texten, Lehrmaterialien und Publikationen aller Art.


G/I/S/A betont die kulturellen, organisationsbezogenen und politisch-ökonomischen Aspekte in ihrer Verknüpfung besonders:

  • Gender als kulturelle Differenz
  • Gender Mainstreaming als Prozess und als Bestandteil von Organisationsentwicklung
  • Politische und wirtschaftliche Hintergründe für die radikale Wende in der Geschlechterpolitik in der EU beachten

Ein weiterer Grundsatz, der möglichst in allen Bildungsveranstaltungen sicher gestellt werden soll:

Gender-Bildungsveranstaltungen brauchen Frau und Mann im Leitungsteam

  • Um die gleichberechtigte Zusammenarbeit der Geschlechter auch in der Bildungsarbeit zu zeigen. 
  • Jede/ -r Angehörige eines Geschlechts braucht auch seine/ -n geschlechtsgleichen Bezugspunkt bei den TrainerInen ihres und auch den des anderen Geschlechts.
  • Um Konflikten zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmern konstruktiv begegnen zu können.

Näheres zum Konzept von Gender Mainstreaming-Bildung können Sie in der Broschüre "Gender Mainstreaming in Sachsen-Anhalt - Konzepte und Erfahrungen" nachlesen.  

 

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Sie haben Bedarf an Gender Mainstreaming- Bildung? Dann schauen Sie, welche Arten an Bildung wir Ihnen anbieten unter diesem Link.

Letzte Änderung:  16. August 2005, 10:56:25 Uhr
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