Die Einführung von Gender Mainstreaming ist als Organisationsentwicklungs- und -veränderungsprozess zu gestalten.
Im Prozess der Umsetzung geht es darum, ausgehend von klaren geschlechterdifferenzierten Beschreibungen von Ausgangssituationen in einem fachlichen Kontext eine klare gleichstellungspolitische Zielbestimmung (quantitativ/qualitativ) vorzunehmen, diese Ziele in die Planung der Maßnahme einzubeziehen, ein so genanntes Gender Impact Assessment (Bewertung geschlechtspezifischer Auswirkungen – Folgenabschätzung) vorzunehmen, die Umsetzung zu planen und zu organisieren sowie das Controlling und die Evaluation anhand von vorher zu bestimmenden Indikatoren durchzuführen.
In der Gender Mainstreaming-Bildung und -Beratung, die so verstanden und angeboten wird, wird der Prozesscharakter von Gender Mainstreaming explizit am Beispiel der jeweiligen Organisation vermittelt.
Deshalb ist es G/I/S/A bedeutsam, nicht nur im Vorfeld mit den Veranstalterrinnen und Veranstaltern den Bildungs- und Beratungsbedarf zu ermitteln, sondern auch den Kontext, in welchem die Organisationen/Institutionen diesen geltend machen, herauszuarbeiten.
Es ist gleichzeitig bedeutsam, mit den Organisationen im Vorfeld zu klären, wie die Ergebnisse ausgewertet werden und in wie der Transfer in das normale Organisationshandeln erfolgen soll. Bildung und Beratung wirken also ganzheitlich und sollen auf Nachhaltigkeit angelegt sein.
Das G/I/S/A unterstützt Organisationen, die Gender Mainstreaming verwirklichen wollen dabei, Strategien und Handlungsansätze zu entwickeln und umzusetzen, die sicher stellen, dass Gender zum sysetematischen Bestandteil jeglichen Handeln der Organisation wird.