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Begriffe und Definitionen
Gender Mainstreaming - der Begriff
Die deutsche Sprache kennt leider keinen Begriff, mit dem das Wort "gender" beschrieben werden kann. Der Begriff des "Mainstream" (englisch: Hauptstrom) ist inzwischen Bestandteil der deutschen Sprache geworden und bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum Bestandteil aller Entscheidungen und Prozesse gemacht wird.
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Gender |
Mainstreaming |
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Das Englische unterscheidet zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem sozialen Geschlecht (gender).
Mit gender werden gesellschaftlich und kulturell geprägte Rollen, Rechte, Pflichten, Ressourcen, Normen, Werte und Interessen von Frauen und Männern bezeichnet.
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Mainstreaming heißt, dass ein bestimmtes Handeln - hier ein geschlechterbewusstes - zum normalen und selbstverständlichen Handlungsmuster einer Organisation gehört. |
Definitionen Gender Mainstreaming
Europäische Kommission
Einbeziehung der Dimension der Gleichstellung von Frauen und Männern in alle Politiken und Maßnahmen der Gemeinschaft
Gender-Mainstreaming bedeutet, dass in allen Phasen des politischen Prozesses
– Planung, Durchführung, Monitoring und Evaluation –
der Geschlechterperspektive Rechnung getragen wird.
Ziel ist die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern.
Nach dem Gender-Mainstreaming-Konzept sind politische Maßnahmen stets daraufhin zu prüfen, wie sie sich auf die Lebenssituation von Frauen und Männern auswirken und sie, falls notwendig, zu überarbeiten.
Nur so kann Geschlechtergleichstellung zu einer Realität im Leben von Frauen und Männern werden und allen Menschen – innerhalb von Organisationen und Gemeinschaften – die Möglichkeit eröffnet werden, ihren Beitrag zu leisten zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision einer nachhaltigen menschlichen Entwicklung und zu dessen Verwirklichung.
mehr auf der Seite Europäischen Kommission ...
Europarat
Gender Mainstreaming ist die
- (Re)organisation,
- Verbesserung,
- Entwicklung und
- Evaluation
grundsatzpolitischer Prozesse mit dem Ziel, eine geschlechterbezogene Sichtweise in
- alle politischen Konzepte,
- auf allen Ebenen,
- in allen Phasen und
- durch alle normalerweise an politischen Entscheidungsprozessen beteiligten
Akteurinnen und Akteuren einzubringen.
Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen fachlichen und politischen Vorhaben - egal ob z.B. in der Gesundheitspolitik, der Innenpolitik oder im Städtebau - die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und selbstverständlich einzubeziehen sind.
Gender Mainstreaming ist damit ein Auftrag an die Führungsebene und an alle Beschäftigten, die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern
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in der Struktur und in der Steuerung (Controlling),
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in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen,
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in Ergebnissen und Produkten und
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in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
von vornherein zu berücksichtigen, um das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können.
Durch die Kombination von Gender Mainstreaming und Frauenförderpolitik soll die Wirksamkeit von Gleichstellungspolitik verstärkt werden.
Letzte Änderung: 03. Februar 2012, 10:53:41 Uhr
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