Das G/I/S/A arbeitet gemeinsam mit europäischen Partnerorgansationen und Institutionen an zwei Projekten in der
Rahmenstrategie der Gemeinschaft zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern (2001-2005)
„BETSY – Benchmarking as a tool for realising equal pay“ - http://www.equalpay.nu/
Die im Bericht der Bundesregierung zur Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern vorgelegten Fakten hinsichtlich der Einkommenssituation von Frauen und Männern in Deutschland, sowie der Vergleich mit den anderen EUMitgliedsstaaten bestärkten uns, dieses Thema gemeinsam mit europäischen PartnerInnen zu bearbeiten und in Sachsen- Anhalt hierfür Unternehmen und Einrichtungen als Partnerinnen und Partner zu gewinnen.
Ziel von BETSY war es, ein Managementtool zu testen, um Aspekte der Geschlechtergleichstellung auf effektivere Weise in Führungs- und Kontrollstrukturen von Organisationen und Unternehmen einbeziehen zu können.
Die Ergebnisse dieses Projektes im Kontext anderer diesbezüglicher europäischer Initiativen sowie entsprechend entwickelte Tools sind unter http://www.equalpay.nu/ zu sehen.
(Die Koordinierung von BETSY liegt beim schwedischen Gleichstellungs-Ombudsmann. Insgesamt fünf europäische Partnerländer -Schweden, Deutschland, Finnland,Italien, Spanien - arbeiten gemeinsam zur Thematik „EQUAL PAY“)
"HERA - Work life in a new hera - the gender perspective in reconciliation“ - http://www.fundacionmujeres.es/newhera/German/default.asp
Ein Schlüsselfaktor beim Erreichen einer wirklichen Chancengleichheit im europäischen Raum ist die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Eine ausgewogene Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt wie auch am Familienleben kommt sowohl Männern als auch Frauen zu gute und ist ein zentraler Faktor der gesellschaftlichen Entwicklung. Männer erweitern ihre sozialen Kompetenzen in der Familie; das soziale und fachliche Potenzial der Frauen bleibt dem Unternehmen erhalten. Dass beide Elternteile gleichermaßen zur Lebenszufriedenheit von Kindern beitragen können, die Erziehung zu gleichen Teilen übernehmen, ist eine schöne und gute Idee, die sich aber kaum umsetzen lässt. Der Anteil der Männer, die seit Anfang 2001 die erweiterten Möglichkeiten zur Erziehungszeit nutzten, liegt knapp oberhalb des überhaupt messbaren Bereichs. Väter verbringen heute sogar noch mehr Zeit im Beruf als früher. Und dies bedeutet auch, dass Kinder ihren Papa kaum zu Gesicht bekommen. Es gibt aber nach Überzeugung des Wissenschaftlers Professor Wassilios Fthenakis – er ist auch Mitglied der Kommission zur Erstellung des Familienberichtes der Bundesregierung – einiges, was Väter typischerweise den Kindern mitgeben: „Väter tragen stark zum Selbstbewusstsein von Kindern bei. Sie haben aber auch mehr Einfluss auf die schulische Karriere und die Entstehung von Geschlechteridentität als die Mütter.“ Mutterschaft, Vaterschaft und die Rechte der Kinder sind gesellschaftliche Werte, die von der Gesellschaft, von den Mitgliedstaaten und von der Europäischen Gemeinschaft zu schützen sind.
Ein Ziel von HERA ist die Tiefenanalyse der Hindernisse beim Erreichen der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie in den verschiedenen europäischen Regionen.
G/I/S/A übernahm hier den deutschen Part. Die europäische Partnerschaft aus dem Projekt BETSY setzt mit diesem Projekt ihre Arbeit fort. Die dort entwickelten Managementtools werden mit nahezu den gleichen Unternehmen weiter erprobt.
